Theater: Misery

Ich war mal wieder in der Spessartgrotte um ein neues Stück zu fotografieren. Dieses Mal wurde „Misery“ – nach dem gleichnamigen Film, basierend auf dem Roman „Sie“ von Stephen King – gespielt.

Der erfolgreiche Schriftsteller Paul Sheldon hat einen Autounfall und wird von einer Frau gerettet, die sich erst als sein größter Fan, dann als gefährliche Psychopathin entpuppt. Als ausgebildete Krankenschwester verfügt Annie Wilkes über das notwendige Wissen und reichlich Medikamente, um den Schwerverletzten am Leben zu erhalten. Bewegungsunfähig und ans Bett gefesselt, ist Paul ganz ihrer Willkür ausgeliefert. Ihre anfängliche Fürsorglichkeit kippt, als sie vom Tod Miserys – Sheldons populärster Romanfigur – im letzten der Romane erfährt. Zuerst höchst subtil, dann immer offener lebt Annie ihre Bosheiten aus – sehr zum Schaden Pauls, der langsam aber sicher erkennt in welch auswegloser Lage er steckt.

Paul Seeger (als Annie Wilkes) und Michel Schäfer (als Paul Sheldon) schaffen es in dem Zwei-Personen-Stück spielend auf dem schmalen Grat zwischen Horror, Psychodrama und Ironie zu balancieren und den Zuschauer zu fesseln. Die aufgeladene Atmosphäre zwischen Paul und Annie liefert reichlich Raum für punktgenaue Dialoge und Emotionen.
Zusätzliche Spannung entsteht durch Jazzpianisten Kevin Schlegel. Er unterlegt die Szenen live mit der jeweils passenden Klaviermusik.

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